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Wie kann man Hauswächter werden?


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Die Zahl der Wächterhäuser wächst deutlich langsamer als die Zahl der Interessenten (momentan ca. 900). Aus diesem Grund ist für den Weg zum Hauswächter als erstes Geduld erforderlich. Der Weg sieht folgendermaßen aus:

  1. Bekundung des Interesses über das Kontaktformular: Angabe von Name und Kontaktdaten sowie eine kurze Beschreibung der Nutzungsvorstellungen.
  2. Aufnahme in den Interessentenpool: Der Kontakt wird automatisch in den Pool aufgenommen. Nicht jede der zahlreichen Anfragen kann beantwortet werden. Aber viele Fragen beantwortet unsere FAQ für Interessenten - auf dieser Seite unten.
  3. Warten und Geduld: Wenn uns Informationen über freie Räumlichkeiten in bestehenden Wächterhäusern erreichen oder der Vertrag für ein neues Wächterhaus unterzeichnet ist, werden ALLE Interessenten per Mail darüber informiert und zur Besichtigung eingeladen.
  4. Konzept: Wer sich nach der Besichtigung für die Nutzung von Räumen interessiert, fasst die geplante Nutzung in einem Konzept zusammen und schickt dieses per Mail an HausHalten.
  5. Auswahl: HausHalten stellt aufgrund der vorliegenden Konzepte die künftige Nutzergemeinschaft zusammen.

Neben den Nachfragen nach Nutzungsmöglichkeiten in einem der Leipziger Häuser gibt es immer häufiger Anfragen aus anderen Städten. HausHalten e.V. vermittelt wenn möglich einen Kontakt vor Ort.

Häufig gestellte Fragen - FAQ für Interessenten


Aufgrund der Vielzahl von Anfragen können wir leider nicht jede Mail direkt beantworten. Antworten auf häufig gestellte Fragen sind hier zusammengefasst.

Kann man in den Wächterhäusern auch wohnen?
Wohnnutzung ist in Ausnahmefällen und nur in Verbindung mit einer künstlerischen, sozialen oder gewerblichen Nutzung möglich. Dabei muss die andere Nutzung die Wohnnutzung deutlich überwiegen.

Bei 900 Interessenten - lohnt es da noch, sich überhaupt anzumelden?
Natürlich. Der Eintrag in die Interessentenliste über das Kontaktformular ist die direkteste Möglichkeit, Informationen über neue Häuser zu bekommen. Und: Nicht alle Interessenten kommen zur Besichtigung, und nicht alle von denen bewerben sich dann. Auch haben „ältere“ Interessenten keinen Vorrang, entscheidend ist vor allen Dingen die Qualität des Konzepts.

Gibt es momentan freie Räume?
Alle, die sich über das Kontaktformular als Interessenten eingetragen haben, werden per Mail SOFORT informiert, wenn es freie Räume gibt. Freie Räume gibt es meist immer nur dann, wenn ein Haus gerade Wächterhaus geworden ist – danach bauen die Nutzer aus, und nur selten geben Nutzer Räumlichkeiten zurück.

Wie werden die freien Einheiten vergeben?
Anhand des Nutzungskonzeptes, das jeder Interessent nach der Besichtigung des Hauses vorlegt, entscheidet der Vorstand des Vereins HausHalten über die infrage kommenden Nutzungen. Es sollen vor allem Nutzungen sein, die kulturell oder sozial wirken, die den Stadtteil beleben oder die Beschäftigung fördern, wie etwa Existenzgründer.

Woher kommt die Idee der Wächterhäuser?
Sie kommt von Stadtplanern und Architekten, die etwas gegen den drohenden Abriss ungenutzter denkmalgeschützter Häuser tun wollten. Die Idee: Wenn ein Haus genutzt wird, kann es eher erhalten werden. Außerdem wird es vor Vandalismus geschützt.

Woher kommen die Häuser, wie funktioniert das rechtlich?
Grundlage ist die „Gestattungsvereinbarung Haus“  zwischen dem Eigentümer des Hauses und dem Verein HausHalten e.V. Die Eigentumsverhältnisse bleiben bestehen – HausHalten darf auf Grundlage dieses Vertrages mit interessierten Nutzern (Hauswächtern) „Gestattungsvereinbarungen Raum“  abschließen.

Was sind das für Häuser, die als Wächterhäuser in Frage kommen?
Die Häuser sind denkmalgeschützte Gründerzeithäuser an Hauptverkehrsstraßen, meist Eckhäuser. Diese sind oft auf dem normalen Markt schwerer zu vermieten (Lärm von 2 Seiten, kleiner Hof), aber für das Stadtbild von großer Bedeutung.

Was macht der Verein?
Der Verein besteht aus zwölf ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern, die beruflich als Architekten, Stadtplaner oder Geographen tätig sind. Zusätzlich gibt es einen festangestellten Mitarbeiter für die Bereiche Nutzerbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit. HausHalten e.V. sieht seine Aufgabe vor allem als „Anschieber“ von Wächterhäusern:
- HausHalten sucht geeignete Häuser
- koordiniert wichtige Vorarbeiten des Eigentümers (Beräumung, Hausanschlüsse Wasser/Strom)
- unterstützt die Hauswächter während des Ausbaus der genutzten Räume durch Werkzeugverleih und Ratschläge und
- hilft dann bei der Entstehung einer Hausgemeinschaft, die möglichst bald ihre Angelegenheiten und die mit dem Eigentümer selbst regeln können soll.

Was kostet die Nutzung von Räumen?
Die Kosten für Räume in einem Wächterhaus setzen sich wie folgt zusammen:
1. Die Nebenkosten – für die üblichen Nebenkosten außer Heizung und Strom kann man mit ca. 0,75€ je m² rechnen. Dazu kommen die "verbrauchsabhängigen Nebenkosten" wie Wasser und Müll, Heizkosten (Kohle oder Holz) und Strom.
2. Die Fördermitgliedschaft im Verein HausHalten e.V. – diese ist nach der genutzten Fläche bemessen. In manchen Fällen verlangt der Eigentümer dazu auch eine geringfügige Miete.
3. Nicht zu vergessen – der Ausbau der Räumlichkeiten. Die Kosten hierfür sind je nach Ausgangszustand des Hauses und gewünschtem Standard der Nutzer verschieden, als Durchschnittswert hat sich ca. 10€/m² als realistisch erwiesen.

Was kostet die Nutzung noch?
Vor allem auch Zeit! Dazu gehören: Regelmäßige Haustreffen, gemeinsame Arbeitseinsätze am Haus (oder im Hof), regelmäßige Kontrollgänge und der Ausbau zu Beginn der Nutzung.

In welchem Zustand sind die Räume in Wächterhäusern vor dem Ausbau?
Einfach anschauen kommen – das ist in jedem Haus anders. Alle nötigen Sicherungen an Fassade, Dach etc. werden vom Eigentümer vorher durchgeführt.
Auf jeder Etage wird in der Regel je ein funktionierender Wasser-, Abwasser- und Stromanschluss hergestellt, von dem der individuelle Ausbau erfolgen kann.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den anderen Hauswächtern?
Auch die anderen Leute im Haus sind Hauswächter - das Zusammenspiel der Hausnutzer erfordert daher einige Absprachen. Das ist fast wie in einer großen WG. Auf Haustreffen, bei denen jeder vertreten sein sollte, trifft die Hausgemeinschaft die wichtigsten Regelungen. Kompromissfähigkeit, Umsicht und soziale Kompetenzen sollte ein Hauswächter mitbringen.

Wie erfahre ich von neuen Häusern?
Wer sich auf der Webseite von HausHalten über das Kontaktformular als Interessent angemeldet hat, bekommt automatisch und umgehend alle Informationen zu Besichtigungsterminen in neuen Wächterhäusern.

Ist es möglich, ein einzelnes Zimmer zu bekommen?
HausHalten vergibt der Einfachheit halber nur ganze Wohnungen oder Etagen an Nutzer. Die Untervermietung ist jedoch möglich. Wer nur wenig Platz braucht, schließt sich im Vorfeld oder bei der Besichtigung am besten mit anderen zusammen. Wer dazu Gleichgesinnte sucht, spricht am besten die Vertreter von HausHalten e.V. bei der Besichtigung darauf an.


 


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